seit April 2006:
Mitglied des ver.di-Bundesvorstandes, Fachbereichsleiter Telekommunikation, Informationstechnologie, Datenverarbeitung, verantwortlich für den Bereich Innovation und Gute Arbeit sowie für die Gruppe Meister/- innen, Techniker/- innen, Ingenieur/-innen (mti)
September 2003 bis März 2006:
Leitung des Bereichs Grundsatz, Strategie und Planung im Fachbereich Telekommunikation, Informationstechnologie, Datenverarbeitung beim ver.di-Bundesvorstand
September 2001 bis März 2006: Bereichsleiter Innovations- und Technologiepolitik beim ver.di-Bundesvorstand
1992 bis 2001: Leiter der Abteilung Technologiepolitik beim DPG-Hauptvorstand davor: ehrenamtliche Arbeit in zahlreichen Mitbestimmungsfunktionen und in der DPG; technische Ausbildung bei der Telekom geboren am 5. Dezember 1959 in Weingarten
Familienstand: verheiratet
Stellvertretender Vorsitzender Aufsichtsrat Deutsche Telekom AG, Vorsitzender des
Datenschutzbeirates der DTAG
Stellvertretender Vorsitzender Aufsichtsrat Telekom Deutschland GmbH
Beiratsfunktionen in zahlreichen Forschungsprojekten
Projektarbeiten:
DGB-Index Gute Arbeit, Forschungsprojekte zu sozialen Benchmarking-Ansätzen und zur Innovationspolitik; Projekte Human, WissensWert, soCa, Forschungsprojekte und gewerkschaftliche Strategien im Internet; Projekte eunion, int.unity, Projekte Online Forum Telearbeit (OnForTe), Online Forum mobile Arbeit (On-FormA)
Veröffentlichungen zu den Themen: elektronische Vernetzung und Veränderung der Arbeit; Persönlichkeitsrechte; Wissensmanagement; Optionen der Arbeit im Netz; Innovationspolitik; Gute Arbeit
Kontaktadresse: ver.di Bundesverwaltung, Ressort 13 / FB 9, 10112 Berlin, Telefon: +49 30 6956-1300, Telefax: +49 30 6956-3150, E-Mail: lothar.schroeder@verdi.de, www.verdi.de
Vita Lothar Schröder,
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Zum ersten weil ich etwas bewegen will und das Gremium eine gute Plattform bietet, Positionen von ver.di an den Gesetzgeber heran zu tragen. Zum zweiten, weil ich mir zutraue, die Arbeit der Enquete-Kommission mit einigen meiner Kenntnisse und Erfahrungen – etwa in den Themenfeldern der digitalen Arbeitswelt, des Beschäftigtendatenschutzes und der Telekommunikation – voranbringen zu können. Zum dritten, weil ich ziemlich wissbegierig bin und die Enquete-Kommission auch als Chance sehe, selbst noch vieles dazuzulernen.
Ohne mich darauf beschränken zu wollen, wird sich das Hauptaugenmerk meiner Mitarbeit auf die Problemfelder richten, von denen abhängig Beschäftigte in besonderem Maße betroffen sind und wo ich dringlichen politischen Handlungsbedarf sehe: Die Veränderungen der Arbeitswelt unter dem Einfluss des Internets, der Schutz des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung, die Überwindung digitaler Spaltungslinien, um drei Beispiele zu nennen.
… die Demokratisierung des Zugangs zu weltweiten Wissensbeständen, für neue Formen der Teilhabe an politischen Prozessen und an der öffentlichen Meinungsbildung, für erweiterte Möglichkeiten der Kommunikation und Kooperation.
… den Schutz der Privatsphäre von Menschen vor Bespitzelung, Kontrolle und öffentlicher Bloßstellung angesichts der wachsenden Masse an personenbezogenen, personenbeziehbaren und verknüpfbaren Daten.
Momentan die rasante Ausbreitung sozialer Netzwerke und die – teilweise besorgniserregend große – Bereitschaft von Menschen, darin intimste Détails über sich kundzutun.
Ist aus meiner heutigen Sicht die dringend notwendige Überwindung der Spaltung in sogenannte „digital residents“ und „digital visitors“, die bis zu einem gewissen Grad objektiv existiert, die aber auch vielfach in elitärer Weise propagiert und verfestigt wird. Netzpolitik dürfte solange nur schwerlich erfolgreich betrieben werden können, solange vermeintliche „Ureinwohner“ der großen Masse der Nutzer völlige Ahnungslosigkeit unterstellen und daraus den Anspruch ableiten, über die Regeln im Netz „unter sich“ befinden zu können.
diese Woche: www.spreeblick.com