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28.07.10 - 1043 

Frauenquote – Unionsfrauen unentschlossen und mutlos


AG Gleichstellungspolitik

Zu den aktuellen Äußerungen der frauenpolitischen Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Dorothee Bär zu einer Quote für Frauen in Führungspositionen erklärt die Sprecherin der Arbeitsgruppe Gleichstellungspolitik der SPD-Bundestagsfraktion Christel Humme:

Quote ja oder nein? Die frauenpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Dorothee Bär kann sich da nicht so ganz entscheiden: Mehr Frauen in Führungspositionen ja - aber freiwillig. Das ist an Unentschlossenheit nicht zu überbieten.

Dabei wissen wir alle seit Langem: Frauen in Deutschland sind in Führungspositionen nach wie vor unterrepräsentiert. Auch neun Jahre freiwillige Vereinbarung haben an der Situation nichts verbessert. So äußert sich auch Frau Bär in einem Interview. Aber warum scheut sie sich dann, dem immer lauter werdenden Ruf nach einer gesetzlichen Quote für Frauen zu folgen?

Norwegen hat vorgemacht wie es geht. Die gesetzlich festgelegte Quote für Frauen in Aufsichtsräten von 40 Prozent wurde bereits übererfüllt. Die Niederlande und Belgien wollen eine 30 Prozent-Quote einführen. Wer weiterhin auf Freiwilligkeit setzt, verspielt wichtige Jahre für die Frauen in Deutschland. Gesetzliche Regelungen müssen her. Frau Bär, Sie haben es selber erkannt. Nun handeln Sie auch mutig.

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